MODUL 01
Wer soll dich eigentlich anfragen
Bevor wir über Google, Website oder Social Media reden, klären wir die Frage, an der die meisten scheitern: Für wen bist du eigentlich da? Wer das nicht in einem Satz sagen kann, bleibt online austauschbar und wird nur noch über den Preis verglichen.
LEKTION 1.1
Warum jeder der teuerste Kunde ist
Die häufigste Antwort auf die Frage nach dem Wunschkunden lautet: eigentlich jeder, der das braucht, was ich mache. Das klingt nach mehr Aufträgen und führt genau zum Gegenteil.
Stell dir zwei Betriebe vor. Der eine schreibt: Wir renovieren Bäder. Der andere schreibt: Wir bauen altersgerechte Bäder in bestehende Wohnungen ein, meistens in zwei Wochen. Der zweite Satz bleibt hängen, weil sich jemand darin wiedererkennt.
Merksatz: Je klarer du sagst, für wen du da bist, desto öfter denkt genau dieser Mensch: Die meinen mich.
LEKTION 1.2
Dein Wunschkunde in einem Satz
Nimm dir deine letzten zehn Aufträge vor. Welche haben Spaß gemacht, gut bezahlt und wenig Ärger gebracht? Was hatten diese Kunden gemeinsam? Alter, Ort, Art des Auftrags, Anlass?
Daraus baust du einen einzigen Satz nach diesem Muster: Ich helfe [wem] in [wo] dabei, [welches Ergebnis].
Beispiel: Ich helfe Familien im Westerwald dabei, ihr Bad in zwei Wochen altersgerecht umzubauen.
LEKTION 1.3
Der Unterschied, den nur du hast
Fast jeder Betrieb schreibt: zuverlässig, sauber, pünktlich, faire Preise. Das ist kein Unterschied, das ist die Grundvoraussetzung. Damit gibst du niemandem einen Grund, ausgerechnet dich zu nehmen.
Frag dich stattdessen: Was mache ich anders als der Betrieb im Nachbarort? Feste Termine statt irgendwann? Ein Ansprechpartner statt wechselnder Leute? Festpreis vor Beginn? Eigene Werkstatt? Erreichbar am Samstag? Drei solche Punkte reichen völlig.
LEKTION 1.4
Die Fragen, die im Kopf sind, bevor jemand anruft
Bevor jemand bei dir anruft, laufen im Kopf immer dieselben Fragen: Was kostet das ungefähr? Wie lange dauert es? Kommen die überhaupt zu mir raus? Wie schnell bekomme ich einen Termin? Machen die auch kleine Aufträge?
Jede dieser Fragen, die du online nicht beantwortest, ist ein Grund, nicht anzurufen. Sammle die fünf Fragen, die dir am Telefon am häufigsten gestellt werden. Die gehören später sichtbar auf deine Seite.
LEKTION 1.5
Sag es so, wie du es am Telefon sagen würdest
Ganzheitliche Lösungen im Bereich Sanitärtechnik sagt niemand am Telefon. Wir bauen Bäder um schon. Schreib so, wie du sprichst, nicht so, wie du denkst, dass man schreiben muss.
Lies deinen Angebotssatz einmal laut vor. Wenn du dich dabei komisch fühlst, versteht ihn auch dein Kunde nicht.
So sieht das bei anderen aus
Handwerk · Malerbetrieb
Dein Satz: Ich streiche Wohnungen im Westerwald, die vermietet werden sollen, und bin in drei Tagen wieder raus.
Die drei Unterschiede: Fester Termin statt Zeitfenster · Besenrein übergeben · Festpreis nach der Besichtigung
Die Frage, die alle stellen: Wie lange kann ich die Wohnung nicht nutzen?
Gastronomie · Café mit Mittagstisch
Dein Satz: Ich koche mittags für Leute in Montabaur, die dreißig Minuten Pause haben und trotzdem richtig essen wollen.
Die drei Unterschiede: Tagesgericht steht bis 11 Uhr online · Vorbestellung per WhatsApp · immer ein vegetarisches Gericht
Die Frage, die alle stellen: Muss ich reservieren oder kann ich einfach kommen?
Praxis · Physiotherapie
Dein Satz: Ich behandle Menschen im Raum Limburg mit Rückenschmerzen, die nicht acht Wochen auf einen Termin warten wollen.
Die drei Unterschiede: Termin meist innerhalb einer Woche · Abendtermine bis 19 Uhr · dieselbe Therapeutin von Anfang bis Ende
Die Frage, die alle stellen: Wie schnell bekomme ich einen Termin?
Vorlage: Dein Satz: für wen du da bist
Ich helfe [wem] in [wo] dabei, [welches Ergebnis].
Beispiel Bad:
Ich helfe Familien im Westerwald dabei, ihr Bad in zwei Wochen altersgerecht umzubauen.
Beispiel Gastronomie:
Ich koche für Leute in Montabaur, die mittags dreißig Minuten Zeit haben und trotzdem richtig essen wollen.
Vorlage: Deine drei Unterschiede
Was mache ich anders als der Betrieb im Nachbarort?
1. ..............................................
2. ..............................................
3. ..............................................
Nicht erlaubt: zuverlässig, sauber, pünktlich, faire Preise.
Das schreibt jeder.
Such nach etwas, das nicht jeder sagen kann:
feste Termine statt irgendwann, ein Ansprechpartner statt wechselnder Leute,
Festpreis vor Beginn, eigene Werkstatt, erreichbar am Samstag,
eigene Monteure statt Subunternehmer, Termin innerhalb einer Woche.
Vorlage: Die fünf Fragen deiner Kunden
Diese fünf Fragen werden mir am häufigsten gestellt:
1. ..............................................
2. ..............................................
3. ..............................................
4. ..............................................
5. ..............................................
Jede dieser Antworten gehört sichtbar auf deine Seite.
Am besten weit oben, nicht versteckt im Impressum.
Checkliste MODUL 01
☐ Wunschkunde in einem Satz aufgeschriebenNach dem Muster: Ich helfe [wem] in [wo] dabei, [welches Ergebnis].
☐ Drei Dinge notiert, die dich vom Betrieb im Nachbarort unterscheidenZuverlässig und sauber zählt nicht. Das schreiben alle.
☐ Die fünf Fragen gesammelt, die Kunden dir immer stellenAm besten die, die schon im ersten Telefonat kommen.
☐ Deinen Angebotssatz in Alltagssprache umgeschriebenSo, wie du es am Telefon sagen würdest.
MODUL 02
Gefunden werden, ohne einen Euro Werbebudget
Du brauchst kein Werbebudget, um in deiner Region gefunden zu werden. Du brauchst einen vollständigen Google-Eintrag, ein paar echte Fotos und Bewertungen. Das ist der größte Hebel, den kleine Betriebe haben, und er kostet nichts außer Zeit.
LEKTION 2.1
Der wichtigste kostenlose Eintrag, den es gibt
Wenn jemand in deiner Region nach deiner Leistung sucht, zeigt Google zuerst eine Karte mit drei Betrieben. Wer da steht, bekommt die Anrufe. Dieser Eintrag heißt Google Unternehmensprofil und kostet nichts.
Du legst ihn unter google.com/business an. Google schickt dir in der Regel eine Postkarte mit einem Code an deine Geschäftsadresse, damit klar ist, dass es deinen Betrieb wirklich gibt. Rechne mit rund 20 Minuten Arbeit und ein paar Tagen Wartezeit.
Wenn dein Betrieb schon bei Google auftaucht, ohne dass du ihn angelegt hast: Der Eintrag existiert bereits und du kannst ihn übernehmen. Such deinen Betrieb und klick auf Als Inhaber eintragen.
LEKTION 2.2
Die Angaben, die über Anruf oder Weiterklicken entscheiden
Die meisten Einträge sind halb ausgefüllt und deshalb wirkungslos. Vollständig heißt: passende Kategorie, Telefonnummer, Öffnungszeiten, Einzugsgebiet, Leistungen einzeln aufgelistet und ein Link zur Website.
Besonders wichtig sind die Öffnungszeiten. Ein Eintrag ohne Zeiten wirkt, als gäbe es den Betrieb nicht mehr. Trag auch Feiertage und Betriebsurlaub ein, das machen die wenigsten.
LEKTION 2.3
Fotos, die mehr überzeugen als jeder Werbetext
Fünf echte Fotos schlagen jeden Werbetext. Zeig dein Team, dein Fahrzeug, deine Werkstatt und zwei oder drei fertige Arbeiten. Handyfotos bei Tageslicht reichen völlig aus.
Gekaufte Bilder erkennt inzwischen jeder, und sie kosten dich Vertrauen. Lieber ein etwas schiefes echtes Foto als ein perfektes fremdes.
LEKTION 2.4
Bewertungen bekommen, ohne zu betteln
Bewertungen entscheiden, ob jemand anruft. Der Fehler liegt selten daran, dass Kunden nicht bewerten wollen. Der Fehler ist, dass niemand sie fragt.
Bau dir einen festen Ablauf: direkt nach dem Auftrag, solange die Freude noch frisch ist, schickst du eine kurze Nachricht mit dem Bewertungslink. Zwei Sätze reichen. Wer erst drei Wochen später fragt, bekommt keine Antwort mehr.
Beispielnachricht: Hallo Herr Meier, hat alles gepasst? Wenn Sie zufrieden waren, würde mir eine kurze Bewertung sehr helfen. Dauert eine Minute: [Link]
LEKTION 2.5
Deine Website: die vier Dinge, die drauf müssen
Deine Website muss nicht schön sein, sie muss Fragen beantworten. Vier Dinge gehören immer sichtbar nach oben: was du machst, wo du das machst, wie man dich erreicht und ungefähr was es kostet.
Ein Preisrahmen schreckt keine Kunden ab, er sortiert vor. Wer dein Budget nicht mitbringt, ruft gar nicht erst an, und du sparst dir die Besichtigung.
So sieht das Google-Profil bei anderen aus
Handwerk · Malerbetrieb
Hauptkategorie: Malerbetrieb. Nicht Bauunternehmen, das ist zu weit gefasst.
Leistungen einzeln: Wohnung streichen · Fassade streichen · Tapezieren · Türen lackieren · Schimmel behandeln
Fotos: Beschriftetes Fahrzeug · Team in Arbeitskleidung · drei fertige Räume · eine Fassade vorher und nachher
Gastronomie · Café mit Mittagstisch
Hauptkategorie: Café. Restaurant wäre falsch, danach sucht eine andere Zielgruppe.
Leistungen einzeln: Mittagstisch · Frühstück · Kuchen zum Mitnehmen · Catering fürs Büro
Fotos: Gericht von oben bei Tageslicht · Gastraum ohne Gäste · Theke · Team. Dazu die Speisekarte als Foto.
Praxis · Physiotherapie
Hauptkategorie: Physiotherapeut. Gesundheitsdienst bringt dir die falschen Suchen.
Leistungen einzeln: Krankengymnastik · Manuelle Therapie · Lymphdrainage · Hausbesuche
Fotos: Behandlungsraum · Eingang mit Schild · Team. Attribute setzen: barrierefreier Zugang, Parkplatz vorhanden.
Schritt für Schritt: Google Unternehmensprofil einrichten
1. Erst prüfen, ob es dich schon gibt
Such bei Google nach deinem Betriebsnamen plus Ort. Taucht rechts eine Infokarte mit Adresse und Karte auf, existiert dein Eintrag bereits. Google legt solche Einträge oft automatisch an. Dann klickst du in der Karte auf "Inhaber dieses Unternehmens?" und beanspruchst ihn. Kommt gar nichts, legst du ihn im nächsten Schritt neu an.
Achtung: Leg auf keinen Fall einen zweiten Eintrag an, wenn schon einer da ist. Doppelte Einträge schwächen sich gegenseitig und lassen sich nur mühsam zusammenführen.
2. Profil anlegen
Geh auf google.com/business und melde dich an. Nimm dafür ein Google-Konto, das dem Betrieb gehört, nicht die private Adresse eines Mitarbeiters. Sonst wird es unangenehm, wenn derjenige geht. Den Betriebsnamen trägst du genau so ein, wie er auf dem Schild und auf der Rechnung steht.
Achtung: Keine Zusätze in den Namen schreiben, also nicht "Maler Müller - Bester Maler in Montabaur". Google wertet das als Verstoß und kann den Eintrag sperren.
3. Die richtige Hauptkategorie wählen
Die Hauptkategorie entscheidet mehr über deine Sichtbarkeit als alles andere im Profil. Sie legt fest, bei welchen Suchen du überhaupt in Frage kommst. Wähl so konkret wie möglich. Also "Badsanierung" statt "Bauunternehmen", "Pizzeria" statt "Restaurant", "Physiotherapeut" statt "Gesundheitsdienst". Weitere Kategorien kannst du zusätzlich eintragen.
4. Adresse oder Einzugsgebiet
Hast du einen Laden oder eine Praxis, in die Kunden kommen, trägst du die Adresse ein. Fährst du zu den Kunden raus, blendest du die Adresse aus und trägst stattdessen dein Einzugsgebiet ein. Nimm dafür Ortsnamen statt Kilometerradien, das ist für Google konkreter: Montabaur, Höhr-Grenzhausen, Ransbach-Baumbach.
5. Bestätigung abwarten
Google will wissen, dass es dich wirklich gibt. Meistens kommt eine Postkarte mit einem Code an deine Geschäftsadresse, das dauert wenige Tage bis etwa zwei Wochen. Manchmal geht es auch per Video oder Telefon. Bis zur Bestätigung ist dein Profil noch nicht öffentlich sichtbar. Nicht wundern und nicht neu anlegen.
Achtung: Fang in dieser Wartezeit schon mit Modul 3 an, statt zu warten.
6. Alles ausfüllen, was es gibt
Ein halb ausgefülltes Profil wirkt wie ein Betrieb, den es nicht mehr gibt. Trag ein: Telefonnummer, Website, Öffnungszeiten inklusive Feiertage und Betriebsurlaub, alle Leistungen einzeln, und eine Beschreibung. Für die Beschreibung nimmst du den Satz aus Modul 1, also für wen du da bist und was du anders machst.
Achtung: Die Öffnungszeiten sind der häufigste Grund, warum jemand nicht anruft. Halt sie aktuell.
7. Fotos hochladen
Lad Logo und Titelbild hoch, dazu mindestens fünf echte Fotos: dein Team, dein Fahrzeug, deine Werkstatt oder deinen Laden, und zwei bis drei fertige Arbeiten. Handyfotos bei Tageslicht reichen völlig. Gekaufte Bilder erkennt jeder und sie kosten dich Vertrauen.
8. Bewertungslink holen
In deinem Profil findest du unter den Rezensionen einen Link zum Teilen. Den kopierst du dir und setzt ihn in die Vorlagen aus diesem Modul ein. Speicher ihn dir als Textbaustein im Handy, dann brauchst du ihn nach jedem Auftrag nur noch einzufügen.
9. Einmal im Monat draufschauen
Setz dir einen festen Termin: neue Fotos hochladen, Öffnungszeiten prüfen, auf Bewertungen antworten, gegebenenfalls einen kurzen Beitrag schreiben. Das sind zehn Minuten und es hält den Eintrag lebendig.
Vorlage: Bewertung per WhatsApp erfragen
Hallo Herr/Frau [Name],
hat mit [dem Bad / der Reparatur / dem Termin] alles gepasst?
Wenn Sie zufrieden waren, würde mir eine kurze Bewertung bei Google
sehr helfen. Das dauert keine Minute:
[BEWERTUNGSLINK]
Vielen Dank und beste Grüße
[Dein Name], [Betrieb]
Vorlage: Bewertung per E-Mail erfragen
Betreff: Kurze Frage zu Ihrem Auftrag
Hallo Herr/Frau [Name],
vielen Dank, dass Sie sich für uns entschieden haben.
Wenn Sie mit unserer Arbeit zufrieden waren, würden Sie uns mit einer
kurzen Bewertung bei Google sehr helfen:
[BEWERTUNGSLINK]
Zwei Sätze reichen völlig. Falls etwas nicht gepasst hat, schreiben Sie
mir bitte direkt, dann kümmere ich mich darum.
Beste Grüße
[Dein Name], [Betrieb]
Vorlage: Antwort auf eine gute Bewertung
Vielen Dank für die Bewertung, Herr/Frau [Name].
Es hat uns gefreut, [das Bad / die Reparatur / den Abend] für Sie zu machen.
Melden Sie sich gern jederzeit wieder.
[Dein Name], [Betrieb]
Vorlage: Antwort auf eine schlechte Bewertung
Guten Tag Herr/Frau [Name],
danke, dass Sie sich gemeldet haben. Das tut mir leid, so soll es bei uns
nicht laufen.
Ich würde das gern klären. Rufen Sie mich bitte unter [Telefonnummer] an
oder schreiben Sie mir an [E-Mail], dann finden wir eine Lösung.
[Dein Name], [Betrieb]
Vorlage: Leistungen im Google-Profil
Statt: Sanitär
Besser jede Leistung einzeln:
- Bad komplett renovieren
- Dusche barrierefrei umbauen
- Heizung warten
- Rohrbruch Notdienst
- Toilette austauschen
Google zeigt genau diese Einträge, wenn jemand danach sucht.
Je konkreter, desto besser.
Checkliste MODUL 02
☐ Google Unternehmensprofil angelegt oder übernommenKostenlos, rund 20 Minuten Aufwand. Die Bestätigung kommt meist per Postkarte.
☐ Öffnungszeiten, Telefonnummer und Leistungen vollständig eingetragenDiese drei Angaben entscheiden, ob jemand anruft oder weiterklickt.
☐ Mindestens fünf echte Fotos hochgeladenTeam, Fahrzeug, fertige Arbeiten. Keine gekauften Bilder.
☐ Einen festen Weg gefunden, wie du nach Bewertungen fragstZum Beispiel ein kurzer Link per WhatsApp direkt nach dem Auftrag.
☐ Auf deiner Website stehen Leistung, Ort, Kontakt und ein Preisrahmen
MODUL 03
Aus Besuchern Anfragen machen
Gefunden zu werden ist die halbe Miete. Jetzt geht es darum, dass aus den Leuten, die auf deiner Seite landen, auch wirklich Anfragen werden. Meistens hakt es an drei ziemlich banalen Stellen.
LEKTION 3.1
Warum die meisten Seiten keine Anfragen bringen
Die meisten Websites sind Broschüren. Sie erzählen von Tradition, Qualität und Leidenschaft, aber sie sagen dem Besucher nicht, was er jetzt eigentlich tun soll.
Ein Besucher entscheidet in wenigen Sekunden, ob er bleibt. In dieser Zeit muss klar sein: Bin ich hier richtig, und wie nehme ich Kontakt auf?
LEKTION 3.2
Ein klarer nächster Schritt statt fünf Möglichkeiten
Anrufen, schreiben, Termin buchen, Newsletter, Rückrufservice: Wer alles gleichzeitig anbietet, bekommt nichts davon. Entscheide dich pro Seite für einen nächsten Schritt und stell den groß dar.
Für die meisten Betriebe ist das der Anruf oder ein kurzes Formular. Alles andere darf ruhig existieren, aber leiser.
LEKTION 3.3
Mach das Anfragen so leicht wie möglich
Jedes zusätzliche Feld im Formular kostet dich Anfragen. Name, Kontaktweg und worum es geht: mehr brauchst du für den ersten Kontakt nicht. Den Rest klärst du sowieso am Telefon.
Prüf am Handy, ob deine Telefonnummer mit einem Tipp wählbar ist. Eine Nummer, die man erst abtippen muss, ist eine verlorene Anfrage.
LEKTION 3.4
Schnell antworten schlägt perfekt antworten
Wer sich innerhalb einer Stunde zurückmeldet, bekommt den Auftrag deutlich häufiger als der, der nach drei Tagen ein perfektes Angebot schickt. Die meisten Interessenten fragen bei mehreren Betrieben an und nehmen den, der zuerst reagiert.
Eine kurze Nachricht reicht völlig: Danke für die Anfrage, ich melde mich morgen mit einem Termin. Damit bist du im Rennen.
Merksatz: Der erste Betrieb, der zurückruft, gewinnt öfter als der beste Betrieb.
LEKTION 3.5
Dreißig Minuten im Monat, die reichen
Online-Sichtbarkeit ist kein Projekt, das man einmal macht. Sie ist eine Gewohnheit. Setz dir einen festen Termin im Monat: Fotos hochladen, nach Bewertungen fragen, Öffnungszeiten prüfen, offene Anfragen durchgehen.
Dreißig Minuten im Monat reichen, wenn sie wirklich stattfinden. Trag sie dir jetzt in den Kalender ein, sonst passiert es nicht.
So holen andere ihre Anfragen
Handwerk · Malerbetrieb
Der eine nächste Schritt: Kostenlose Besichtigung anfragen. Groß, oben, in jeder Ansicht sichtbar.
Das Formular: Name · Telefon · was gestrichen werden soll. Drei Felder, mehr nicht.
Die Antwort: Rückruf am selben Tag, Besichtigungstermin innerhalb einer Woche.
Gastronomie · Café mit Mittagstisch
Der eine nächste Schritt: Tisch reservieren oder Mittagsgericht vorbestellen. Kein Formular, sondern die WhatsApp-Nummer.
Das Formular: Gar keines. Ein Tipp auf die Nummer, fertig. Am Handy muss die Nummer wählbar sein.
Die Antwort: Bestätigung innerhalb einer Stunde während der Öffnungszeit.
Praxis · Physiotherapie
Der eine nächste Schritt: Termin anfragen. Daneben klein die Telefonnummer für Eilige.
Das Formular: Name · Telefon · Beschwerden in einem Satz · Rezept vorhanden ja oder nein.
Die Antwort: Rückruf am nächsten Werktag mit zwei Terminvorschlägen.
Vorlage: Sofortantwort auf eine Anfrage
Hallo Herr/Frau [Name],
danke für Ihre Anfrage. Ich habe sie erhalten und melde mich
[heute Nachmittag / morgen Vormittag] mit einem Terminvorschlag.
Falls es eilig ist, erreichen Sie mich direkt unter [Telefonnummer].
Beste Grüße
[Dein Name], [Betrieb]
Vorlage: Texte für dein Anfrageformular
Überschrift: Anfrage stellen
Untertitel: Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden.
Feld 1: Ihr Name
Feld 2: Telefon oder E-Mail
Feld 3: Worum geht es? (mehrzeilig)
Knopf: Anfrage abschicken
Unter dem Knopf:
Die Anfrage ist unverbindlich und kostet nichts.
Vorlage: Der eine nächste Schritt
Such dir genau eines aus und stell es groß dar:
Jetzt anrufen: [Telefonnummer]
Termin anfragen
Kostenlos beraten lassen
Preis anfragen
Alles andere darf auf der Seite stehen, aber kleiner und weiter unten.
Checkliste MODUL 03
☐ Auf jeder Seite steht ein klarer nächster SchrittEin Ziel pro Seite. Nicht anrufen, schreiben, Termin buchen und Newsletter gleichzeitig.
☐ Deine Telefonnummer ist auf dem Handy mit einem Tipp anrufbar
☐ Dein Anfrageformular hat höchstens vier FelderName, Kontakt, worum es geht. Mehr braucht es für den ersten Kontakt nicht.
☐ Feste Zeit im Kalender für Anfragen und Bewertungen30 Minuten im Monat reichen, wenn sie wirklich stattfinden.
© DEBRIX Studio, Montabaur. Dieser Kurs gibt Erfahrungswerte aus unserer Arbeit mit kleinen Betrieben weiter. Bestimmte Ergebnisse können wir nicht garantieren.